Chronik

Hubertuszug „Further Jungschützen“ (1955)

Bereits 1908 wurde erstmalig eine St. Hubertus-Schützen-Gesellschaft auf der Neusserfurth erwähnt. Leider ist heute nicht mehr bekannt, wer zu diesen frühen Mitgliedern zählte und so verliert sich die Spur der ersten Hubertusschützen durch das Kirmesverbot von 1914. Es dauerte dann letztendlich bis zum Frühjahr des Jahres 1955, ehe sich Hans Basteck, Gerd Döneke, Theo Edenhofner, Heinz Flamm, Willi Herrmann, Hermann Jansen, Herbert Martin, Peter Martin, Josef Meller, Hubert Schiefer, Ferdi Schieferdecker und Ernst Schlaak zusammentaten und die Formation der Hubertusschützen in Form des  Hubertuszuges „Further Jungschützen“ erneut ins Leben riefen. Erster Zugführer und Zugkönig wurde Willi Herrmann. Dieser führte den Zug bis ins Jahr 1959 und Josef Meller übernahm die Leitung.

Im Jahre 1965 wurde die erste Schwenkfahne des Zuges angeschafft und Josef Meller wurde vom damaligen Oberst, Josef Selders, zum Hauptmann ernannt. Nachfolger von Josef Meller wurde 1967 Theo Edenhofner. Im Jahre 1970 zum 15-jährigen Bestehen des Zuges wurde in der Gaststätte Hensen der erste Hubertusball ausgerichtet. Zwei Jahre später marschierten die St. Hubertusschützen erstmalig mit einer Großfackel beim Fackelzug auf.

Erstmalig zogen die St. Hubertusschützen 1975 mit einer eigenen Musikkapelle über die Straßen der Neusserfurth. Im Folgejahr wurde eine Corpsfahne angeschafft und eine Jungschützengruppe gegründet. Aus dieser schaffte es Stefan Ringl die Würde des Bruderschaftsprinzen zu erringen.

Im Jahre 1977 wurde Theo Edenhofner durch Oberst Josef Selders zum Major der St. Hubertusschützen ernannt. Ebenfalls gründete sich in diesem Jahr der St. Hubertuszug „Springender Hirsch“. Mit Gründung der Fahnenkompanie und des St. Hubertuszuges „Treue Schluppe“ war im Jahre 1979 aus dem einstigen Gründungszug nun ein Corps erwachsen, das im folgenden Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiern konnte.

Fahnenschwenker Wolfgang Hermes (1984)

Das Jahr 1983 war ein besonders Jahr für die St. Hubertusschützen. Sie stellten mit Theo Edenhofner erstmalig den Schützenkönig der Neusserfurth. Ebenfalls im Jahre 1983 wurde der St. Hubertuszug „Neu-Brücker-Jungen“ gegründet. Im Folgejahr fand der erste Hubertustag mit Hubertusmesse auf der Neusserfurth statt. Auch der erste Hubertuskönig wurde ermittelt. Manfred Schlaak konnte sich als erster Hubertusschütze in die Liste eintragen.

In den Folgejahren gründeten sich 1987 der St. Hubertuszug „Fooder Överdinger“ und ein Jahr später der St. Hubertuszug „Utjespellt“. Seit dem Jahr 1989 ermitteln die St. Hubertusschützen ebenfalls den Hubertusjungschützenkönig. Der erste hörte ebenfalls auf den Namen Schlaak, nämlich Markus Schlaak.

Die 90er Jahre waren die große Blütezeit der St. Hubertusschützen. Zwischen 1990 und 1993 gründeten sich gleich sechs neue St. Hubertuszüge. „Immer jood drop“ (1990), die „Fidele Fooder“, „Die Falken“, „Die flotten Hirsche“, die „Wisseberger Jonges“ (alle 1991) und „Allzeit Bereit“ (1993).

Nach langer Abstinenz seit 1976 konnten die St. Hubertusschützen in den 90er Jahren endlich wieder, und dies gleich drei Mal, den Bruderschaftsprinzen stellen: Thomas Dost (1994), Markus von Werden (1997) und Markus Ronge (1998). Leider gelang es danach keinem Jungschützen mehr diese würde zu erringen.

Nach dem die alte Corpsfahne von 1976 schon etwas in die Jahre gekommen war, wurde 1995 eine neue Corpsfahne angeschafft, geweiht und an die Fahnenkompanie übergeben. Die Gründung des St. Hubertuszuges „Wisseberger Fründe“ erfolgte im Jahr 2002.

Genau 20 Jahre nach dem die St. Hubertusschützen mit Theo Edenhofner den ersten Schützenkönig aus Ihren Reihen stellten, gelang es Wilfried Fahle, den Vogel abzuschießen. Im Jahre 2005 feierte das Corps sein 50-jähriges Bestehen. Major Theo Edenhofner gelang es, die würde des Jubelkönigs zu erringen.

Im Jahre 2006 konnten die St. Hubertusschützen mit Dirk Schmitz erneut den Schützenkönig der Neusserfurth stellen. Zwei Jahre später gelang es ebenfalls Wilfried Moosbauer.

Im Januar 2009 trat Theo Edenhofner von seinen Ämtern als 1. Vorsitzender und Major zurück. Unter seiner Leitung wurde aus einer Gesellschaft von 13 Mitgliedern ein stolzes Corps von ca. 180 aktiven Marschierern. Am gleichen Tag wurde er zum Ehrenmajor der St. Hubertusschützen Neuss-Furth ernannt. Dirk Schmitz wurde 1. Vorsitzender und Wilfried Moosbauer neuer Major. Im selben Jahr hatten die St. Hubertusschützen erstmalig eine berittene Corpsspitze. Ebenfalls wurde 2009 der Jungschützenzug „Wilde Kerle“ gegründet.

Manfred Schlaak, passives Mitglied der St. Hubertusschützen, konnte im Jahre 2010 die Würde des

Major Wilfried Moosbauer und Adjutant Dirk Schmitz (2014)

Schützenkönigs der Neusserfurth erringen. Ihm folgte ein Jahr später Dirk Mainz aus den Reihen der Neu-Brücker-Jungen, die damit zum dritten Mal den König der Neusserfurth stellten. Im Jahre 2013 mussten die St. Hubertusschützen einen herben Verlust erleiden. So mussten sie Theo Edenhofner, ihren Ehrenmajor, zu Grabe tragen.

Im Jahre 2015 konnten die St. Hubertusschützen im Theater der Träume feiern. Nämlich ihr 60-jähriges Bestehen. Im gleichen Jahr schlossen sich die Züge “Mer könne och ohne ze speele“ und „Fröhlichkeit“ dem Corps an. Ein Jahr später gelang es Willi Jansen als erstes sein 60-jähriges Jubiläum bei den Hubertusschützen zu feiern. Im Jahre 2017 konnte Franz-Josef Breuer die Würde des Further Schützenkönigs erringen.

Auch an der Vereinsspitze gab es im Jahre 2017 erneut einen Wechsel. Marcel Hähnen, der das Corps bereits seit 2016 als stellvertretender Vorsitzender vertrat, wurde zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Im gleichen Jahr wurde der Verein als „St. Hubertusschützen Neuss-Furth e. V.“ in das Vereinsregister eingetragen. Ein Jahr später musste das Corps den Abschied für immer von seinem Ehrengeschäftsführer, Burkhard Zollitsch, nehmen.

Bis zum heutigen Tage sind die Hubertusschützen darauf bedacht, dass das Auftreten der Hubertusschützen in der Öffentlichkeit sauber, ordentlich und akkurat sein muss und dass der freundschaftlich-familiäre Charakter immer im Vordergrund steht.