Der Hubertuszug „Springender Hirsch“ feiert runden Geburtstag.

„40 Jahre Schützenfest, auf der Furth ist unser Nest!“ – So könnte das diesjährige Motto der Großfackel lauten, die der Hubertuszug „Springender Hirsch“ in seinem Geburtstagsjahr auf den Straßen der Neusser Furth mitführen wird. Denn an Pfingsten 1977 marschierte man das erste Mal mit, beim traditionellen Schützenfest im Neusser Norden.

Die genauen Umstände und Hintergründe der Zuggründung verlieren sich leider etwas im „Staub der Geschichte“. Zumal, da keiner der ursprünglichen „Gründerväter“ unter den jetzigen Mitgliedern mehr vertreten ist. Diese fanden in der Zwischenzeit in anderen Körperschaften des Further Schützenwesens eine Heimat, oder haben sich gar in alle Winde verstreut, ja sogar bis nach Amerika. Wenn man jedoch den Gerüchten Glauben schenken darf, so hat man sich, wie das bei den Hirschen ja üblich ist, in den Anfängen des Zuges gründlich die Hörner abgestoßen. Der Phantasie waren kaum Grenzen gesetzt. Dieses Erbe blitz in Teilen heute noch durch, wenn mal wieder am Kirmesdienstag die Cocktailbar des Further Schützenzeltes gestürmt wird, oder die Tanzfläche zur Partyzone und Landeplatz für den „Flieger (… grüß´ mir die Sonne)“ erklärt wird.

Doch aus dem wilden Haufen dieser Anfangsjahre entwickelte sich eine Gemeinschaft, in der sehr viel Wert auf Kameradschaft und Zusammenhalt gelegt wird. Derzeit zählt der Hubertuszug „Springender Hirsch“ zwölf aktive Mitglieder, von denen einige auch im Vorstand der St. Hubertusschützen Neuss-Furth wichtige Ämter, wie das des Geschäftsführers, des stellvertretenden Geschäftsführers und Pressewarts und der Schießmeister bekleiden.

Man engagiert sich seit geraumer Zeit beim Fackelbau mit dem Anspruch Themen aufzugreifen und zu visualisieren, die für die Further Bürger von besonderem Interesse sind, und bereits mehrfach in der örtlichen Presse Erwähnung fanden, ob es nun die Euro-Krise oder die Neusser Bürgermeisterwahl war. Dabei muss die Umsetzung dieser Themen einem selbstauferlegten, sehr hohen Grad an Perfektion genügen. Einfach kann ja jeder!

Und da es sich ja um einen Schützenzug handelt, fühlt man sich auch dem Schießsport verpflichtet, und stellt seit Jahren mit der Mannschaft den inoffiziellen „Vereinsmeister“ im Hubertuskorps.

Darüber hinaus pflegt man eine rege Partnerschaft mit den Hubertusschützen der Heimatstadt Neuss. Denn fünf der Zugmitglieder marschieren ebenfalls in den Reihen des Hubertuszuges “Phönix“ über den Markt.  Und auch sonst ist man der Kultur und der Geschichte der Heimatstadt sehr verbunden, was sich in Teilnahmen an historischen Stadtführungen, bei denen es ja immer etwas zu lernen gibt, manifestiert. Natürlich nicht ohne auch die örtlichen Gastronomiebetriebe zu besuchen.

Kameradschaft, Zusammenhalt und eine gesunde Diskussionskultur – letztere sehr zum Nachteil der etwaigen Nachbarn der jeweiligen Ausrichter der monatlichen Versammlungen – zeichnen diese Truppe also schon seit 40 Jahren aus. Und es bleibt zu hoffen, dass dies noch lange so weitergeht. Darauf ein dreifaches „Springender Hirsch!“