{"id":193,"date":"2017-02-26T19:56:09","date_gmt":"2017-02-26T18:56:09","guid":{"rendered":"http:\/\/hs1955.de\/ver2\/?page_id=193"},"modified":"2024-12-25T21:59:37","modified_gmt":"2024-12-25T20:59:37","slug":"st-hubertus","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hs1955.de\/ver2\/das-corps\/st-hubertus\/","title":{"rendered":"St. Hubertus"},"content":{"rendered":"\n<hr \/>\n<p>\u00a0<\/p>\n\n\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; color: #1c351c;\"><strong>Hubertus von L\u00fcttich<\/strong><\/span><br \/><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; color: #1c351c;\"> <strong>* um 655 in Toulouse, Frankreich<\/strong><\/span><br \/><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; color: #1c351c;\"> <strong>\u2020 30. Mai 727 in Tervuren, Belgien<\/strong><\/span><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; color: #1c351c;\">Hubertus war nach der \u00dcberlieferung Sohn des Herzogs Bertrand von Toulouse,und wohl auch verwandt mit Plektrudis, der Frau des ostfr\u00e4nkischen Hausmeiers Pippin des Mittleren. Er lebte als Pfalzgraf am Hof von Frankenk\u00f6nig Theuderich III. in Paris, musste aber aus dieser Position fliehen und ging nach Metz zu Pippin. Er heiratete die Prinzessin von L\u00f6wen und bekam den Sohn Floribert, der sp\u00e4ter sein Nachfolger als Bischof von L\u00fcttich\/Li\u00e8ge wurde. Nach dem Tod seiner Gattin bei der Geburt dieses ersten Sohnes zog er sich von allen \u00c4mtern zur\u00fcck, lebte ab 695 sieben Jahre lang als Einsiedler in den Ardennen und ern\u00e4hrte sich durch die Jagd.<\/span><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; color: #1c351c;\">In dieser Zeit festigte sich sein Glaube, er unternahm eine Pilgerfahrt nach Rom, lie\u00df sich zum Priester weihen, wirkte als Glaubensbote in Brabant und den Ardennen und gilt deshalb als Apostel der Ardennen. Um 705 wurde er Bischof von Tongern-Maastricht. Er galt als umsichtig und milde. Bei einer Hungersnot rettete er viele Menschen vor dem Tod. Am 24. Dezember 717 (oder 718?) lie\u00df er die Gebeine von Lambert nach L\u00fcttich (Li\u00e8ge) \u00fcbertragen, im Anschluss verlegte er den Bischofssitz nach L\u00fcttich und erbaute die Kathedrale an der Stelle, an der sein Lehrer Lambert ermordet worden war.<\/span><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; color: #1c351c;\">Seit dem 11. Jahrhundert wird die Legende vom J\u00e4ger Hubertus erz\u00e4hlt, dem &#8211; an einem Karfreitag &#8211; ein m\u00e4chtiger Hirsch mit dem Kruzifix zwischen dem Geweih erschien, was ihn bekehrte; dieses Motiv stammt aus der Eustachius \/ Placidus-Legende. Die Grundlage f\u00fcr die Zuschreibung dieses Motivs an Hubertus war seine Zeit als Einsiedler, ihr Motiv, dem damals oft unm\u00e4\u00dfigen Jagdgebaren Einhalt zu gebieten.<\/span><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; color: #1c351c;\">Hubertus&#8216; Gebeine wurden am 3. November 743 erhoben, aus diesem Anlass entstand die erste schriftliche Lebensgeschichte, die aber trotz der pers\u00f6nlichen Beziehungen des Verfassers zu Hubertus mehrfach durch Ungenauigkeit und Anleihe bei den Traditionen anderer Heiliger in ihrer Glaubw\u00fcrdigkeit geschm\u00e4lert ist. 825 kamen die Reliquien ins Kloster in Andagium &#8211; dem heutigen Saint-Hubert &#8211; in den Ardennen, seit der Franz\u00f6sischen Revolution sind sie verschwunden.<\/span><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; color: #1c351c;\">Die Verehrung von Hubertus erfuhr seit dem 10. Jahrhundert starke Verbreitung, er z\u00e4hlt in Belgien und den angrenzenden Gebieten noch heute zu den popul\u00e4rsten Heiligen. Saint-Hubert war im Mittelalter ein bedeutender Wallfahrtsort. Im 15. Jahrhundert wurden mehrere Ritterorden nach Hubertus benannt. Am Hubertus-Tag wird Brot, Salz und Wasser geweiht, der Verzehr soll vor Tollwut, Hunde- und Schlangenbiss sch\u00fctzen; um sich vor wilden Hunden zu sch\u00fctzen, trug man Hubertus-Riemchen im Knopfloch. Gegen Kr\u00e4mpfe, Mondsucht und Viehkrankheiten halfen Hubertus-Schl\u00fcssel, gegen Fieber Cornet de St-Hubert, Hubertus-H\u00f6rnchen, gegen Kopfweh der Hubertus-Ring; Hubertus-Brot oder Hubertus-Wasser sch\u00fctzt Haustiere vor Tollwut und Ratten, umgekehrt hei\u00dft die Tollwut in der franz\u00f6sischen Sprache Hubertus-Krankheit. Zu einem beliebten christlichen Brauch sind vielerorts die Hubertusmessen geworden, bei denen J\u00e4ger mit Blasinstrumenten den musikalischen Teil des Gottesdienstes gestalten. In der Zeit um den Gedenktag finden traditionell auch die nach Hubertus benannten Jagden statt. Er geh\u00f6rt zu den vier heiligen Marsch\u00e4llen, in manchen Gegenden wird er auch zu den 14 Nothelfern gez\u00e4hlt.<\/span><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; color: #1c351c;\"><em><strong>Quelle:<\/strong>\u00a0<a style=\"color: #1c351c;\" href=\"http:\/\/heiligenlexikon.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.heiligenlexikon.de<\/a><\/em><\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Hubertus von L\u00fcttich * um 655 in Toulouse, Frankreich \u2020 30. Mai 727 in Tervuren, Belgien \u00a0 Hubertus war nach der \u00dcberlieferung Sohn des Herzogs Bertrand von Toulouse,und wohl auch verwandt mit Plektrudis, der Frau des ostfr\u00e4nkischen Hausmeiers Pippin des Mittleren. 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